Hallo ihr Lieben,
für diese Woche gibt es bezogen auf das Praktikum keine
großen Veränderungen (außer dass sich das Wetter von seiner fiesen Seite
gezeigt hat und ich an 4 von 5 Tagen durch Regen und Wind zur Arbeit fahren
musste und mich vor Arbeitsbeginn jedes Mal pitschnass aus Regenhose und –jacke
schälen durfte), sodass ich das Thema dieses Mal ausspare.
Dafür ein paar Worte dazu, wie ich meinen Geburtstag
verbracht habe. An dieser Stelle erst einmal TAUSEND DANK für die viele tolle,
berührende, liebevolle, überraschende Post, die mich erreicht hat und an die
vielen Nachrichten im Internet, sowie natürlich für das wundervoll zweistimmige
Geburtstagsständchen am Telefon à la rue ;) Die Woche vor meinem Geburtstag war
ich sehr emotional unterwegs und schon nicht wenig traurig darüber, dass ich an
meinem Geburtstag so weit weg von euch allen bin, vor allem, da wir hier noch
immer etwas in der Phase des Ankommens und Einlebens sind. Und da wir nicht an
der Uni sind, ist es schwieriger Leute kennenzulernen, da in meiner Kita keine
anderen Praktikanten sind und da es ja keine Ersti-/Erasmus-Sonstwas-Wochen für
uns gibt, sondern wir eben einfach still und heimlich eine Wohnung unter den
80.000 anderen Einwohnern bezogen haben… ;) Daher haben mich eure Nachrichten,
auf welchem Wege auch immer, besonders gefreut!
Das letzte Wochenende war wirklich schön. Da für Sonntag,
meinen Geburtstag, Sturm und Regen angesagt war und Samstag das Wetter noch
sehr schön war, haben wir den Samstag schon genutzt, um noch einmal zum Meer zu
gehen und auch in die Stadt und über den kleinen aber feinen Wochenmarkt.
Samstagabends sind wir dann nochmal in die Stadt gefahren, um in meinen
Geburtstag herein zu feiern. Pub & Livemusik war mein Wunsch, sodass wir
das erste Guiness / Cider draußen vor einem Pub tranken und der Straßenmusik
lauschten, die auch abends noch sehr aktiv ist und uns anschließend in einen
zweiten Pub begaben – „The Kings Head“. Ein bisschen Harry Potter Feeling über
zwei Etagen und ab 23 Uhr spielte eine studentische Rock-Cover-Band, die das
Beste vom Besten raushaute!
Coldplay, Oasis, Jimmy Eat World, Maroon 5, RHCP… Jedes Wochenende spielen in
dem Pub Rockbands und unter der Woche wird traditionelle irische Folkmusik
gespielt. Jedenfalls ein wunderbarer Ort, um 23 zu werden! Gegen halb 2 gings
pünktlich zum neuen Tag im Regen und bei fiesem Gegenwind (der mal wieder nur
mir konditionelle Schwierigkeiten bereitete) wieder per Fahrrad zurück nach Salthill
in unsere Wohnung. Der Sonntag wurde dann gemütlich zuhause verbracht, mit
Skypen, Post und Kuchen essen und gegen Abend ging es in ein sehr schönes italienisches
Restaurant auf unserer Straße. Anschließend haben wir uns noch einmal zur
stürmischen Promenade ans Meer gewagt (Wie manche von euch wissen, kann ich auf
Wind schon einmal leicht phobisch reagieren ;)) – wie es scheint, bin ich dafür
genau an der richtigen Stelle gelandet! Ja, jedenfalls waren wir fasziniert von
den Meeresbewegungen bei stürmischem Wetter, während Fredi mir physikalische
Erklärungen dafür lieferte, warum denn selbst die kleinsten Hundis und Kinder
bei diesen Windstärken nicht einfach davon fliegen!
Fredi hat diese Woche auch mit seiner Suche nach einer
Freiwilligenarbeit bzw. einem Job begonnen. Es sind nun einige CVs abgegeben,
Leute angesprochen, E-Mails geschrieben und jetzt ist es spannend, was sich
tut. Hotels, Hostels, Charity-Shops, Au-Pair-ähnliche Arbeit oder andere
gemeinnützige Organisationen stehen auf der Liste. Da heißt es jetzt also dran
bleiben und Daumen drücken ;)
Heute waren wir nochmal an der „Strand“-Promenade und haben
uns von einem erneuten Meeres-Wandel faszinieren lassen. Der Strand, auf dem
wir letztes Wochenende noch unsere Decke ausgebreitet hatten, ist nun komplett
abgetaucht und der Meeresspiegel um einiges gestiegen. Die Steine, die uns vor
ein paar Tagen noch für eine Lesestunde dienten, waren nun wie eine Insel im
weiten Meer… Statt Schwimmer in der Bucht und spielende Kinder im Sand, konnten
wir heute die Wellen beobachten, wie sie gegen die Steinmauer der Promenade
schlagen und die weiten Strände vollständig unter sich begraben. Leider lässt
es sich per Fotos nicht so toll wiedergeben, weil das Rauschen des Windes und
Meeres eben nicht aufs Bild passt, aber nächstes Mal wird die Videokamera
mitgenommen. Wir sind jedenfalls fasziniert davon, nur 5 Schritte von der Bucht
entfernt zu wohnen und bei jedem Spaziergang wieder ein komplett neues Bild des
Meeres vorzufinden. Wir sind sehr gespannt darauf, welche Szenerie wir im
Winter hier vorfinden werden.
So far so good! Alles Liebe nach Deutschland, Spanien,
Norwegen… :)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen