Donnerstag, 19. September 2013

My Happy Birthday


Hallo ihr Lieben, 
für diese Woche gibt es bezogen auf das Praktikum keine großen Veränderungen (außer dass sich das Wetter von seiner fiesen Seite gezeigt hat und ich an 4 von 5 Tagen durch Regen und Wind zur Arbeit fahren musste und mich vor Arbeitsbeginn jedes Mal pitschnass aus Regenhose und –jacke schälen durfte), sodass ich das Thema dieses Mal ausspare.

Dafür ein paar Worte dazu, wie ich meinen Geburtstag verbracht habe. An dieser Stelle erst einmal TAUSEND DANK für die viele tolle, berührende, liebevolle, überraschende Post, die mich erreicht hat und an die vielen Nachrichten im Internet, sowie natürlich für das wundervoll zweistimmige Geburtstagsständchen am Telefon à la rue ;) Die Woche vor meinem Geburtstag war ich sehr emotional unterwegs und schon nicht wenig traurig darüber, dass ich an meinem Geburtstag so weit weg von euch allen bin, vor allem, da wir hier noch immer etwas in der Phase des Ankommens und Einlebens sind. Und da wir nicht an der Uni sind, ist es schwieriger Leute kennenzulernen, da in meiner Kita keine anderen Praktikanten sind und da es ja keine Ersti-/Erasmus-Sonstwas-Wochen für uns gibt, sondern wir eben einfach still und heimlich eine Wohnung unter den 80.000 anderen Einwohnern bezogen haben… ;) Daher haben mich eure Nachrichten, auf welchem Wege auch immer, besonders gefreut!

Das letzte Wochenende war wirklich schön. Da für Sonntag, meinen Geburtstag, Sturm und Regen angesagt war und Samstag das Wetter noch sehr schön war, haben wir den Samstag schon genutzt, um noch einmal zum Meer zu gehen und auch in die Stadt und über den kleinen aber feinen Wochenmarkt. Samstagabends sind wir dann nochmal in die Stadt gefahren, um in meinen Geburtstag herein zu feiern. Pub & Livemusik war mein Wunsch, sodass wir das erste Guiness / Cider draußen vor einem Pub tranken und der Straßenmusik lauschten, die auch abends noch sehr aktiv ist und uns anschließend in einen zweiten Pub begaben – „The Kings Head“. Ein bisschen Harry Potter Feeling über zwei Etagen und ab 23 Uhr spielte eine studentische Rock-Cover-Band, die das Beste vom Besten raushaute! Coldplay, Oasis, Jimmy Eat World, Maroon 5, RHCP… Jedes Wochenende spielen in dem Pub Rockbands und unter der Woche wird traditionelle irische Folkmusik gespielt. Jedenfalls ein wunderbarer Ort, um 23 zu werden! Gegen halb 2 gings pünktlich zum neuen Tag im Regen und bei fiesem Gegenwind (der mal wieder nur mir konditionelle Schwierigkeiten bereitete) wieder per Fahrrad zurück nach Salthill in unsere Wohnung. Der Sonntag wurde dann gemütlich zuhause verbracht, mit Skypen, Post und Kuchen essen und gegen Abend ging es in ein sehr schönes italienisches Restaurant auf unserer Straße. Anschließend haben wir uns noch einmal zur stürmischen Promenade ans Meer gewagt (Wie manche von euch wissen, kann ich auf Wind schon einmal leicht phobisch reagieren ;)) – wie es scheint, bin ich dafür genau an der richtigen Stelle gelandet! Ja, jedenfalls waren wir fasziniert von den Meeresbewegungen bei stürmischem Wetter, während Fredi mir physikalische Erklärungen dafür lieferte, warum denn selbst die kleinsten Hundis und Kinder bei diesen Windstärken nicht einfach davon fliegen!

Fredi hat diese Woche auch mit seiner Suche nach einer Freiwilligenarbeit bzw. einem Job begonnen. Es sind nun einige CVs abgegeben, Leute angesprochen, E-Mails geschrieben und jetzt ist es spannend, was sich tut. Hotels, Hostels, Charity-Shops, Au-Pair-ähnliche Arbeit oder andere gemeinnützige Organisationen stehen auf der Liste. Da heißt es jetzt also dran bleiben und Daumen drücken ;)

Heute waren wir nochmal an der „Strand“-Promenade und haben uns von einem erneuten Meeres-Wandel faszinieren lassen. Der Strand, auf dem wir letztes Wochenende noch unsere Decke ausgebreitet hatten, ist nun komplett abgetaucht und der Meeresspiegel um einiges gestiegen. Die Steine, die uns vor ein paar Tagen noch für eine Lesestunde dienten, waren nun wie eine Insel im weiten Meer… Statt Schwimmer in der Bucht und spielende Kinder im Sand, konnten wir heute die Wellen beobachten, wie sie gegen die Steinmauer der Promenade schlagen und die weiten Strände vollständig unter sich begraben. Leider lässt es sich per Fotos nicht so toll wiedergeben, weil das Rauschen des Windes und Meeres eben nicht aufs Bild passt, aber nächstes Mal wird die Videokamera mitgenommen. Wir sind jedenfalls fasziniert davon, nur 5 Schritte von der Bucht entfernt zu wohnen und bei jedem Spaziergang wieder ein komplett neues Bild des Meeres vorzufinden. Wir sind sehr gespannt darauf, welche Szenerie wir im Winter hier vorfinden werden.


So far so good! Alles Liebe nach Deutschland, Spanien, Norwegen… :)

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