Hallo liebe Leute,
bevor wir nun bald unsere wohlverdiente
Weihnachtspause in der schönen Heimat antreten, noch ein aktueller Blogeintrag.
Die letzte Zeit habe ich keine Ruhe und Muße zum Schreiben gefunden und auch
jetzt halte ich mich recht kurz, da noch ein paar Dinge anstehen und ich
momentan auch nicht so sehr in Schreiblaune bin.
Ende November hatten wir noch
einmal Besuch – unser letzter Besuch vor Weihnachten und so wurde unsere Wohnung
dieses Mal durch Fredis Mutter und seinen beiden Aunties mit Leben gefüllt. Es
waren sehr schöne, entspannte und doch gesprächs- und sehensreiche Tage und das
Wetter war glücklicherweise auch wieder auf unserer Seite. Hierbei lässt sich
erwähnen, dass das Wetter in diesem Herbst das beste Wetter Irlands seit 70
Jahren ist – so ist es mir zu Ohren gekommen. Und es stimmt, dass wir
erstaunlich viel Sonnenschein und blauen Himmel haben und erstaunlich wenig
Regentage, nur war es die letzten Tage sehr windig. (Dennoch gehen wir in der
Kita fast gar nicht mehr mit den Kindern raus, weil es trotz um die 10 Grad
scheinbar zu kalt oder windig ist).
Naja, jedenfalls haben wir die
Besucherzeit sehr genossen (danke für die Weihnachts-Servietten, juhu!!!) und
am liebsten wären wir gegen Ende direkt mit nach Dublin gefahren und in den
Flieger Richtung Heimat gestiegen. Da uns dies nicht möglich war, folgten noch
einige schwere Tage/Wochen, geprägt von dem großen Wunsch nach Zuhause und dem
Gefühl, dass wir nun genug Zeit hier verbracht haben, genug gesehen, gelernt
und erfahren haben. Die Zeit, die mein Praktikum andauert, sieht es jedoch noch
etwas anders, sodass mir die Arbeit in den letzten Wochen sehr schwer gefallen
ist. Ich langweile mich viel bei der Arbeit und gleichzeitig ist es so sehr
erschöpfend. Jedoch haben neue Leute in der Einrichtung angefangen zu arbeiten,
die mir gezeigt haben, dass ich doch viel stärker im Team drin bin, als ich
zuvor angenommen hatte. Wenn man nicht mehr das unerfahrenste/neuste
Team-Mitglied ist, dann merkt man erst einmal, wie viel sich getan und
verändert hat – von den ersten Arbeitstagen an bis zum heutigen Moment. Die
armen Neuen, die nun völlig orientierungslos zwischen dem Chaos stehen und
versuchen, sich irgendwie ihren Weg dadurch zu bahnen. Naja, diese neue
Veränderung im Team hat aber so noch einmal etwas frischen Wind hereingebracht,
dennoch habe ich das Gefühl, noch nie eine so hohe Motivationsleistung benötigt
zu haben, um jeden Morgen wieder aus dem Bett aufzustehen und zur Arbeit zu
fahren.
Nach diesem Wochenende sind es
jetzt zum Glück nur noch 3 weitere Arbeitstage, bevor es am Donnerstag dann
nach Dublin geht. Wir bleiben für eine Nacht dort, bevor wir am Freitag nach
Hause fliegen, da wir gerne nochmal das weihnachtliche Dublin und den
Weihnachtsmarkt dort erleben wollten. Und zum Glück sind die Unterkünfte
außerhalb der Saison auch wirklich günstig.
Letzten Samstag war ich mit Catharina, einer
anderen deutschen Praktikantin, die ich in der Bibliothek neben meiner Kita
kennengelernt habe, da sie dort ihr Praktikum macht, in Clifden. Clifden ist
ein kleines Dorf in Connemara, an der Küste. Man fährt anderthalb Stunden mit
dem Bus dorthin, wobei der Bus quer durch Connemara führt und die Strecke somit
schon ein Erlebnis für sich ist, umgeben von faszinierenden Landschaften.
Clifden ist zwar total klein, doch gab es viele süße, kleine Lädchen… Vintage,
Antiquitäten, Kunsthandwerk….. Da die Busfahrpläne im Winter mal wieder mehr
als unpraktisch sind, hatten wir nur 2 Stunden in dem Dorf, bevor es wieder mit
dem letzten Bus zurück ging (Wenn es etwas gibt, an das ich mich hier wirklich
nicht gewöhnen kann und das mich auch immer wieder sauer macht, dann ist es die
schlechte Infrastruktur). Naja, dennoch hat sich der Ausflug gelohnt!
Am Freitag war die
Weihnachtsfeier von Fredis Charity-Shop-Leuten. Sie fand in einem netten Pub
statt und es war ein sehr schöner Abend. Der Laden beschäftigt tatsächlich um
die 30 Volunteers und Fredi war erstaunt, wie vielen er zuvor noch nicht
begegnet war. Ich habe mich an dem Abend verliebt in eine
Sozialarbeits-Studentin, die aussah wie Lena Meyer-Landrut zu ihren besten
(Anfangs-)Zeiten und die auch Vegetarierin ist und in Westside wohnt. Leider
hab ich mich nicht getraut, eine weitere Kontaktmöglichkeit herzustellen, aber
naja. Es war ein schöner Abend und endlich hatte ich das Gefühl mal mit Leuten
reden zu können, die mir etwas ähnlicher sind.
Morgen geht es noch einmal mit
den Gälisch-Leuten zu einem Weihnachtsessen. Ich wollte meine Bestellungen auf
Irisch nochmal lernen, aber ich hab‘s aufgegeben und werde mit meinen
Irisch-Wortfutzeln wohl nochmal irgendwie durch den Abend kommen….
Soo, nun genug geschrieben und ich
lasse lieber noch ein paar Bilder sprechen.
Ich wünsche euch allen eine
fröhliche, lichtvolle, friedliche und besinnliche Weihnachtszeit und nehmt mir
meine zeitliche Begrenztheit über die Weihnachtstage bitte nicht übel – im Januar
sind es nur noch 3-4 Wochen und dann geht’s endgültig nach Hause und dann ist
genügend Zeit um das nachzuholen, was über die Weihnachtspause noch nicht möglich
war!
Also MERRY CHRISTMAS und einen
GUTEN START ins neue Jahr 2014 (Wow, wie die Zeit vergeht)!