Fredi schreibt:
Meine Blogeinträge sind zwar selten,
das macht sie aber ja nur noch interessanter! Wie auf Facebook angekündigt
wollte ich ein wenig über meine erste Arbeitswoche erzählen. Ich habe am Montag
als Volunteer bei einem Charity Shop der „Foundation Nepal“ angefangen. Erstmal
eine kurze Erklärung für alle Unwissenden (von denen ich auch einer war): ein
Charity Shop ist nichts anderes als ein second hand Shop deren Erlöse in eine
gemeinnützige Organisation fließen. In meinem Fall ist dies eine kleine Hilfsorganisation
welche sich im Norden Nepals besonders für arme Frauen einsetzt. Es gibt
verschiedene Arten der Hilfe, doch sind alle auf der Basis der Hilfe zur
Selbsthilfe. Beispielsweise werden Lese und Rechtsschreibkurse angeboten um nur
kurz ein Beispiel zu nennen. Wer mehr über die Organisation erfahren möchte und
des Englischen mächtig ist geht einfach auf www.foundation-nepal.org.
Die Woche war wirklich sehr spannend für mich und ich bin
heilfroh endlich Arbeit zu haben. Was mich direkt vom ersten Tag an beruhigt
hat ist, dass das Team super freundlich ist. Ich verstehe mich mit allen
Mitarbeitern total gut und die anderen Ehrenamtler sind auch echt okay (mehr
kann ich noch nicht zu ihnen sagen, da alle noch sehr verlegen und schüchtern
sind. Das wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen rasch legen). Meine
Aufgaben sind nicht weltbewegend, doch gibt es immer genug zu tun, sodass es
nicht langweilig wird. Hauptsächlich sitze ich hinter der Kasse, bediene und
berate die Kunden oder sortiere die Spenden im hinteren Teil des Ladens ein.
Womit ich noch etwas zu kämpfen habe sind die Preise, welche ich auch für jedes
Kleidungsstück einzeln festlegen muss. Da mir viele der Klamottenmarken nichts
sagen rate ich einfach ihren Neuwert und jongliere ein wenig mit den Preisen.
Kommt Zeit kommt Rat ist da meine Hoffnung =)
Ach was noch sehr interessant ist, der Shop hat am Dienstag
erst seine Eröffnung gefeiert, ich war und bin also von Anfang an dabei. Es ist
toll jeden Tag die Veränderungen und Feinschliffe mitzuerleben. Mir war nie so
wirklich bewusst, dass ein Laden nicht einfach so da ist, sondern dass es mehr
ein Prozess ist bei dem immer detaillierter nach Verbesserungen gesucht wird.
Heute war ich dann zum ersten Mal als Kunde im Laden, als
Ronya und ich nach Arbeitskleidung für sie Ausschau gehalten haben. Da der
foundation nepal Laden natürlich der Beste der ganzen Stadt ist sind wir auch
direkt fündig geworden (wer kann schon bei einer Hose für 5€ nein sagen).
Da ich noch nicht so geübt in den Blogeinträgen bin und der
Schluss generell nicht mein Lieblingsteil eines Textes ist – jedenfalls wenn
ich ihn selbst verfasse – möchte ich mit einem Zitat enden, was nach der
Philosophie von „American History X“ sowieso am wünschenswertesten ist.
"Das Studium und allgemein das Streben nach Wahrheit
und Schönheit ist ein Gebiet, auf dem wir das ganze Leben lang Kinder bleiben
dürfen." - zitiert bei Einsteinjahr 2005, Bundesministerium für Bildung
und Forschung - Berlin
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