Samstag, 31. August 2013

Hostel & Kita

Soo, ich hatte nun doch das Bedürfnis nach einem richtigen Blog, da sich die Nachrichten bei Facebook leider nicht chronologisch ordnen lassen und das meinem Ordnungssinn langsam in die Quere kommt... (ja, manchmal hab ich einen). Außerdem und noch viel wichtiger sollen doch auch Lauralein und Elinchen die Fotos und Beiträge sehen können, die es geschafft haben, statt Facebook wieder ein richtiges Leben zu haben! ;) <3
Damit das ganze nun auch vollständig ist, hab ich die früheren Posts hier noch hinzugefügt.

Die letzten Tage hier waren etwas entspannter und es gab nicht mehr so super viel zu organisieren. Nachdem wir das günstigste Hostel der Stadt gefunden hatten und ich der Meinung war, dass wir ja wirklich ein tolles Schnäppchen gemacht haben (Fredi wusste es direkt besser, wollte mich in meiner Euphorie aber nicht bremsen...), kam das Grauen beim Einzug. Das Zimmer war so klein, dass es schon ein halbes Kunststück war, die Tür zu öffnen und gleichzeitig herauszugehen und wir konnten unser vieles Gepäck in Tetris-Manier unter und neben dem Bett verstauen, wobei immer nur einer von uns im Zimmer stehen konnte, zwei Personen gleichzeitig hätten den Rahmen gesprengt. Dazu kam viel Schimmel, kein Strom am ersten Tag und das Schlimmste: Eine pöbelnde, bayerische Männergruppe, die so gegen 4 Uhr morgends mit dem Grölen aufhörte und morgens um 8 Uhr wieder loslegte. Mit Leidenschaft vom Balkon rotzte, Bierdosen in den Innenhof schmiss und Asimukke hörte, die so laut war, dass wir nicht mal bei geschlossenem Fenster einen Film auf dem Laptop verstehen konnten. Außerdem regelmäßig in der Nacht gegen unsere Zimmertür klopfte, versuchte, unseren Zimmercode einzugeben und mich selbst auf der Toilette mit dummen Sprüchen und gegen die Tür hämmern berieselte. So fand ich Schlaf von 5-8 Uhr in der ersten Nacht, in der zweiten schaffte ich es sogar ein wenig länger, unterbrochen nur von erschrecktem Wachwerden durch deren Türklopfer. Boah, noch nie so ein schreckliches Hostel erlebt. 
Nach 2 Nächten zogen wir dann um in ein B&B, das auch recht preisgünstig ist, und dazu auch noch schön... ;)

Gestern haben wir uns dann schon einmal für den ersten Monat zwei Fahrräder geliehen, in einem Laden, der direkt gegenüber von meiner Kita ist. Jetzt haben wir etwas mehr Zeit, entweder günstige Fahrräder zu kaufen, oder eben die Miete der Räder zu verlängern. Auch haben wir gestern einen Einblick in meine Kita von innen bekommen. Die Leitung schrieb mir morgends eine E-Mail, dass ich vorbeikommen soll, um etwas zu unterschreiben und so machten wir uns auf den Weg und natürlich war ich mehr als gespannt, wie das Ganze wohl von innen aussehen mag. Ich hatte mir glaube ich ziemlich verwahrloste, dicke, paralysierte Kinder und überforderte Erzieherinnen vorgestellt... ;) Dooooch wurden wir sehr positiv überrascht, als wir im Inneren eine "normale", bunte Kita vorfanden mit sehr freundlichen Erzieherinnen und auch die Leitung war sehr nett. Sie meinte, ich müsse wohl doch nichts unterschreiben (ich brauche also gar kein Garda Vetting, obwohl ich schon so viele Dokumente dafür gesammelt hatte bzw. mir ausstellen lassen hab), sie zeigt uns aber gerne die Kita. Es gibt dort genau zwei recht kleine Räume. Einen Krippenraum für Kinder von 1-3 Jahren und einen Vorschulraum für Kinder von 3-6. In jedem der Räume sind 20-22 Kinder, aber alles wirkte normal und fröhlich. Und hey, es gibt pinke Arbeits-Tshirts ;)
Die Kita hat täglich nur 6 Stunden lang Kinder, also wird mein Arbeitsalltag auch recht entspannt von 9:00-16:00 Uhr sein. Klingt also doch alles gut und ich freu mich auf meinen ersten Tag am Montag!! Jetzt bin ich gerade fleißig dabei, Vokabeln zu lernen (Puppenecke, Gummistiefel, Hampelmann, Purzelbaum, Spielzeugtag..... was man nicht alles braucht;)) und bin so also hoffentlich gut gewappnet für Montag.

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